Sendung 24/2002
vom 17.06.2002 Interview: Mum
Man kann sich nur wundern, wie eine dermaßen schöne und in sich ruhende Musik aus einer so hysterischen und künstlichen Stadt wie L.A. kommen kann. Wer aber die drei Radar Brothers persönlich kennt, weiß, dass sie nicht gerade südkalifornische Stereotypen darstellen. So verwundert es auch wenig, wenn Jim Putnam (Stimme, Gitarre) auf die Frage, warum
Mal ehrlich, wer kann 3 gute Bands/MusikerInnen aus Italien nennen? Wem jetzt Gianna Nannini und Adriano Celentano einfallen, der (oder die) ist hier verkehrt. Giardini Di Miro wären da vielleicht zu erwähnen, aber dann kommt erstmal nichts mehr. Außer Valvola. Dahinter verbirgt sich ein Team von Autoren, Arrangeuren, Produzenten, Designern, Musikern und DJs, die in
Die Geschichtenerzähler machen weiter, die Autoindustrie macht weiter, die Arbeiter machen weiter. Es sind die Worte des deutschen Beat-Dichters Rolf-Dieter Brinkmann, mit denen März ihre Platte beginnen lassen, unterlegt von einer gefällig gezupften, akustischen Gitarre, allerlei Clicks & Cuts und sanft danebenliegenden Konserven-Streichern – das ist eine irgendwie schöne, aber ebenso beunruhigende Stimmung, wie sie
Elektronisch modulierte Klänge à la Karlheinz Stockhausen flirren ein paar Sekunden durch die Gegend, ehe die David Grubbs-typische Gitarre einsetzt: ein repetitives Tonmuster mit nervösen, aber präzise gespielten Melodiehaken, dazu im Hintergrund ein treibendes Schlagzeug von John McEntire, bis der Song plötzlich aufbricht und im Refrain eine Wendung hin zum fast klassischen Indierock nimmt. Auch
Willkommen in der wundersamen Welt von Mary Timony! Jenseits des Regenbogens lädt uns die ehemalige Sängerin und Gitarristin der Band Helium erneut zu einer Reise in ihr zauberhaftes Märchenland ein. The Golden Dove erinnert an ein Traumprotokoll, frei von Vollkommenheit und voll schöner Verwirrungen: Elfen schweben durch mysteriöse Sounds, Gnome verstecken sich hinter schrägen Tonfolgen